Idee und Ausrichtung

Idee

Die grundsätzliche Idee hinter Mediation und Konfliktbearbeitung heißt: Miteinander statt gegeneinander. Das hört sich natürlich seltsam an, wenn Streit in der Luft liegt und die jeweiligen Vorstellungen mit viel Energie aufeinandertreffen.
Trotzdem, die Verknüpfung ist da und oft enstehen aus einem Missverständnis heraus Differenzen, die entweder im stillem Groll und Rückzug ihren Ausdruck finden oder in lautstarken Vorwürfen und im Widerspruch. Am Ende steht meist Sprachlosigkeit.

Und hier setzt Mediation an. Als Orientierungshilfe in dieser schwierigen Situation ist es Aufgabe des Mediators im strukturierten Gespräch gemeinsam mit den Kontrahenten die jeweiligen Standpunkte und Auffassungen hinter den Vorwürfen herauszufiltern. Einen Rahmen schaffen, in dem sich die Beteiligten mitteilen können und sich durch den Prozess neu zuhören und  langsam wieder aufeinander zubewegen können.

Sobald sich die Hintergründe mancher Entscheidungen verdeutlichen, wird ein Gepräch möglich und es gelingt, sich trotz aller Beschwernisse auszutauschen. Eine bislang für undenkbar gehaltene Vielfalt an Lösungsoptionen werden sich daraus entwickeln.

Ausrichtung

Schon lange beschäftigt mich der Gedanke, dass miteinander reden der hilfreichste Weg ist um sich besser kennen und verstehen zu lernen. Der allgegenwärtige Zeitdruck verhindert es oftmals, sich lange im Detail zu erklären und schon versteht das Gegenüber etwas Anderes als das, was man mitteilen wollte. Der Nährboden für Missverständnisse, Interpretationen und eigene Gedankenspiele. Am Ende benötigt man eben doch viel Zeit um all das wieder aufzuklären und sich verständlich zu machen.

Als genauso wichtig empfinde ich das Zuhören können und wollen. Eine Eigenschaft die sich ein bißchen verliert. Jeder will gehört, gesehen und wahrgenommen werden. Vorurteilsfrei zuhören ist jedoch etwas Grundlegendes. Zugewandtheit, Offenheit, Ehrlichkeit, Neugier und wertschätzendes, vertrauensvolles Miteinander ist das, was ich einbringen möchte.

Lese-Hinweis
Ich habe – um die Lesbarkeit zu verbessern – in den Texten darauf verzichtet, neben der weiblichen jeweils auch die männliche Form (und umgekehrt) anzuführen, wenn sie gedanklich mitgemeint ist. Dafür bitte ich um Ihr Verständnis.

Methoden

Gewaltfreie (verbindende) Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg (GFK)
Diese Sprache, die eine starke Verbindung zwischen den Menschen möglich macht, führt zu großer Lebendigkeit und Klarheit in dem was man sagt und tut. Damit werden Missverständnisse vermieden oder sie kommen schneller an Licht und können schneller ausgeräumt werden. So lässt sich erkennen, warum wir uns verletzt oder gekränkt fühlen.